Freddie Mercury kam am 5. September 1946 als Sohn des persischen Ehepaars Jer und Bomi Bulsara im Regierungshospital der Insel Sansibar zur Welt. Sein richtiger Name lautete Faroukh Bulsara. Schon im zarten alter von Eins wurde Faroukh ein Preis zuteil, für das beste Babyfoto - Vorboten des Ruhms?

Da sein Vater durch seine Arbeit als Gerichtskassier für die britische Regierung viel reisen musste, kam es dazu, das Faroukh mit 8 Jahren die ruhige Insel Sansibar gegen die hektische englische Schule in St. Peters in Panchgani bei Bombay eintauschen musste. Dort wurde zum ersten Mal Freddie genannt, und diesen Namen übernahm dann auch seine Familie.

Freddie war ein begnadeter Sportler, am liebsten hatte er Boxen und Hockey. Aber auch seine sonstigen schulischen Leistungen waren hervorragend. Besonders seine künstlerische Begabung war herausragend. Er liebte das Zeichnen und war ständig am herumkritzeln. Schon früh war er auch sehr der Musik angetan. Er bekam Klavierstunden und wurde im Musikchor aufgenommen. Auch bei Theateraufführungen war er oft dabei.

Schon hier in seiner Schule gründete er seine erste Band, die sich "The Hectics" nannte. Sie spielten nur in der Schule und bei Schulfesten, Schulparties und Tanzevents. Es war nicht erlaubt, ausserhalb der Schule aufzutreten.
Das Schulleben war streng und Freddie lernte rasch sich zu behaupten. Doch am liebsten war er in den Ferien zu Hause.
1962 machte er mit sechzehn sein Examen der St. Peters-School - ein O-Level-Examen mit besonders guten Noten in Kunst, Geschichte und Englisch. Sein Entschluss war nun, die Schule zu verlassen.

1964 machte es die politische Lage auf Sansibar unumgänglich, das die Familie Bulsara nach England ziehen musste, wo sie bei Verwandten in Middlesex untergebracht wurden. Freddies Vater bekam einen Job als Buchhalter und die Familie konnte in ein eigenes Haus in der Nähe einziehen. Freddie schrieb sich zu dieser Zeit in ein Polytechnikum ein, um ein Vorexamen zu bekommen, das er für die Aufnahme in ein Art Collage brauchte.

1966 schaffte er das Examen und begann am Ealing College of Art sein Studium "Graphische Illustration" begann. Einer seiner Studienkollegen war der Baßspieler Tim Staffel, der ein guter Freund wurde, mit dem Freddie seine Leidenschaft Musik teilte. Tim nahm Freddie zu den Proben seiner Band "Smile" mit. Dabei wurde er dem Schlagzeuger Roger Taylor und dem Gitarristen Brian May vorgestellt, mit denen er sich gut verstand. Freddie wurde schnell ein Fan des Stils von Smile und auch Brians Gitarrenspiel fand er bewundernswert.

In dieser Zeit reifte in Freddie auch der Entschluss, selbst in einer Band zu spielen oder zu singen. Doch Freddie war immer schon ein Typ, der nicht einfach loslief sondern sich Zeit nahm und alles genau testete. Ihm war klar, das er vorher einmal sein Studium abschliessen musste. Dies schaffte er 1969 mit einem Diplom in Graphik, Art und Design - was einem akademischen Grad gleichkommt!

Nach einigem Üben an seiner Gitarre lernte Freddie die Band Ibex aus Liverpool kennen. Die Mitglieder der Band konnten zwar alle ihre Instrumente ziemlich gut spielen, aber keiner von ihnen konnte besonders gut singen. Freddie übernahm diese Position liebend gern. Dabei lernte er seine Stimme, die schon damals einen beachtlichen Umfang hatte, richtig einzusetzen.
In diesem Jahr entschlossen sich auch Roger und Freddie gemeinsam einen Stand im Kensington Markt aufzumachen, da sie als Studenten und auch mit ihren Band nicht gerade Grossverdiener waren. Sie verkauften schrille Modeklamotten im typischen Stil der Hippie-Generation. Dadurch besserte sich der Kassastand ein wenig.

Für alle von Ibex und Smile war es die Zeit großer Freundschaften. Alles wurde geteilt, Wohnungen und Schlafzimmer waren für alle da. Freddies Bühnenshow wurde auch immer besser, seine Stimme ebenfalls. Vielen seiner Bandkollegen waren Freddie Posen und Gesten jedoch peinlich. Doch Freddie war ein Showman und ein Energiebündel und lief immer über die ganze Bühne.

Ibex tourte durch halb England in klapprigen Bussen und Autos und die Lage war nicht gerade gut. Das meiste Geld, das sie bei Konzerten verdienten, ging für Ausrüstung und Mitarbeiter drauf, sie hungerten und hatten wenig. Bei einem Konzert löste sich von Freddies alten, ausgeleierten Mikrophon der Fuß und fiel ab, und er sang mit dem halben Mikrophonstativ weiter, welches bald zu seinem Markenzeichen werden sollte.

Freddie verliess bald die Band und vermisste das spielen und singen ganz schrecklich. Gegen Ende 1969 bekam er ein Angebot bei der Band Sour Milk Sea als Sänger einzusteigen. Sie probten viel und spielten auch einige Gigs. Doch schon Anfang 1970 war die ganze Sache schon wieder vorbei.

Freddie entschloss sich, seine eigene Band, genannt Wreckage, zu gründen. Viele Freunde aus Ibex-Zeiten wurden aufgenommen und sie spielten auch einige Konzerte, das erste im Ealing College. Sie spielten sogar als Vorband von Iron Butterfly. Freddie war jedoch der Ansicht, das die ganze Sache schneller gehen müsste, das sie schneller viel erfolgreicher sein müssten und sich auch schon einen Namen gemacht haben müssten. Dem war aber nicht so und nach dem Ausstieg zweier Mitglieder warf auch Freddie im März 1970 das Handtuch.

Dann kam der Zeitpunkt, als auch Tim Staffel, immer noch ein guter Freund von Freddie, die Band Smile verliess, weil auch ihm die Sache zu langsam ging. Er fand auch, das Smile schon viel erfolgreicher sein müssten.

Jetzt war der Weg frei, Freddie schloss sich Brian und Roger an, änderte den Namen der Band in Queen, seinen eigenen von Bulsara in Mercury und der Rest ist Geschichte! (Siehe Biographie)

Mit Queen gelang ihnen allen der ersehnte Erfolg, viele Hits und Auszeichnungen waren die Folge. Mit Hits wie Bohemian Rhapsody, We Are The Champions, Bicycle Race oder Somebody To Love schrieb Freddie Songs, die ewig leben werden.

Freddie starb am 24. November 1991 an AIDS. Die ganze Welt des Rock war in Trauer. Jedoch in den Herzen der Fans hat die Musik von Queen und Freddie einen festen Platz eingenommen.

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